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Luxusproblem: bereichsübergreifende Wissenschaft

Es ist ein Luxusproblem, ja. Aber auch diese haben in meiner Welt durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wo gehören wir eigentlich hin? Wikipedia fasst es ganz gut zusammen: die Psychologie “lässt sich weder gänzlich den Naturwissenschaften noch den Sozialwissenschaften oder Geisteswissenschaften allein zuordnen”. Wikipedia nennt sie “bereichsübergreifend”, was mir prinzipiell sehr gut gefällt. Bereichsübergreifend klingt wie die altmodische Tante von interdisziplinär oder multimodal. Das ist nicht schlecht. Trotzdem existiert in keinem (zugegeben, das weiß ich jetzt nicht ganz genau) Auswahlfenster dieser Welt die Option bereichsübergreifende Wissenschaft.

Das Nichtdazugehörigkeitsgefühl hat sich bei mir auch bei der Jobsuche immer wieder breit gemacht. In großen öffentlichen oder betrieblichen Stellenportalen wird man gebeten bei der Suche nach dem passenden Angebot seine entsprechende Berufsgruppe anzugeben: Ärztlicher Dienst? Therapeutische Berufe? Sozialdienst? Es kann alles sein, oder nichts. In der Regel habe ich mir dann alles anzeigen lassen und mich durch alle 834 Angebote durchgescrollt. Wenn ich das nächste mal auf Jobsuche bin, gibt es vielleicht das passende Auswahlfenster.

Eine Antwort zu “Luxusproblem: bereichsübergreifende Wissenschaft

  1. Oh je, das kann ich mir vorstellen! Und ich glaube, es geht heute sogar ganz vielen Jobsuchenden so. Man studiert XY und hat anschließend ein ganzes Alphabet an Berufsfeldern zur Auswahl, in die man ich damit einfinden könnte.

    Es ist so vieles möglich und genau das macht es einem manchmal besonders schwer, obwohl es ja eigentlich etwas Wunderbares ist! Uns stehen unzählige Türen offen, aber es gibt nicht umsonst den Ausdruck „Qual der Wahl“…

    Und selbst wenn ich schon genau weiß, in welche Richtung ich gehen möchte, fehlt in vielen Feldern, wie in der Psychologie, eben leider noch die passende Filterfunktion der Suchmaske, die weiterhin so tut als wären klassische Berufsbilder und lineare Lebensläufe der Normalfall.

    Aber! immerhin haben wir eine Suchmaske. Vor nicht allzu langer Zeit hätten wir uns noch täglich zehn Zeitungen gekauft und ein noch viel größeres Wirr-Warr an Anzeigen durchkämmt! 🙂

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