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Kategorie: Über die Psyche

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Her mit den schönen Gefühlen!

Her mit den schönen Gefühlen!

Wie viel angenehme Gefühle fallen dir spontan ein? Und wann hast du sie zum letzten Mal erlebt? Hast du sie wirklich erlebt, oder kurz gespürt und dann wieder weggedrückt?

Paradoxerweise machen wir genau das ziemlich häufig. Erst wünschen wir uns möglichst viele schöne Gefühle, ja es kann gar nicht genug davon geben, wir wünschen sie uns so sehr und wir arbeiten hart daran sie zu bekommen. Und dann: drücken wir sie weg, machen sie klein, werten sie ab. Das glaubt ihr nicht? Hier ein paar Beispiele:

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Nur Mut

Nur Mut

In meiner früheren Klinik wurde den Patienten bei Terminvereinbarung ein Fragebogen zugesendet, welcher vor dem Erstgespräch von den Patienten ausgefüllt werden sollte.  Die Patienten machten darin kurze Angaben zur aktuellen beruflichen und sozialen Situation, sowie zum Vorhandensein und Intensität diverser Symptome oder Verhaltensweisen. Oberflächlich gelang es dadurch einen ersten Eindruck vom Patienten und dem Vorstellungsgrund zu bekommen. Mir persönlich war der Fragebogen nicht so wichtig, denn in der Regel entwickelte sich das Gespräch anders als gedacht. Dennoch stolperte ich jedesmal über eine kleine Aussage, ziemlich am Ende des Fragebogens, die, obwohl ich keine deskriptive Auswertung  vorgenommen habe, die überwiegende Mehrzahl meiner Patienten bejahte.

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Don’t be sad, don’t be angry, don’t complain – just be happy and positive!

Don’t be sad, don’t be angry, don’t complain – just be happy and positive!

Bei vielen psychischen Erkrankungen ist die Wahrnehmung verschoben, das Denken gefärbt. Angstpatienten stehen häufig unter erhöhter Erregung, ihre Umgebung wird ständig nach möglichen Gefahren gescannt, die Katastrophen schon bildlich vor Augen. Depressive sehen oft schwarz oder zumindestens dunkelgrau, -bezüglich ihrer Genesung, ihrer Umwelt, ihrer eigenen Person.

An diesen Stellen setzt u.a. die kognitive Verhaltenstherapie an. Es werden sogenannte Denkfehler analysiert und schrittweise modifiziert und disputiert, heißt zum Beispiel, dass nicht-hilfreiche (negative) Gedanken durch hilfreiche (positive) Gedanken ersetzt werden, welche wiederum dann hoffentlich auch positive Gefühle nach sich ziehen.

Ahhh. Positives Denken!

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Photo by Jungwoo Hong on Unsplash
Nicht häufiger, nur häufiger als gedacht: Psychische Störungen nehmen zu. Und zwar an Bedeutung, jedoch nicht an der Anzahl.

Nicht häufiger, nur häufiger als gedacht: Psychische Störungen nehmen zu. Und zwar an Bedeutung, jedoch nicht an der Anzahl.

Überall kann man es hören oder lesen: Wir werden mental immer kränker, es ist eine regelrechte Epidemie, unsere moderne Gesellschaft bringt plötzlich Unmengen von psychisch Kranken hervor. Dies wird u.a. erklärt mit dem Fortschritt der Digitalisierung und viel zu viel Stress. Auch in Fachvorträgen oder -artikeln werden diese Warnungen immer noch regelmäßig verbreitet.

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Photo by Tim Mossholder on Unsplash
Normal

Normal

Mein Professor für Kriminologie hat uns im Studium gelehrt, dass delinquentes Verhalten im Jugendalter völlig normal ist, es dazu gehört zum Erwachsenwerden und ihm jemand sehr suspekt wäre, der von sich behaupten würde, er hätte sich während seiner Jugend an alle Regeln gehalten.

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Photo by Marc-Antoine Dépelteau on Unsplash
Krank oder Gesund – Alles oder Nichts

Krank oder Gesund – Alles oder Nichts

Während sich der Durchschnittsdeutsche dank google schon unzählige (schwere) körperliche Erkrankungen selbst diagnostiziert hat, halten wir uns dabei mit psychischen Erkrankungen bisher in der Regel zurück. Mit der Psyche setzten sich Viele erst auseinander, wenn es gar nicht anders geht. Wenn man von Freunden und Familie dazu gedrängt wird, Hilfe aufzusuchen oder man im Alltag nicht mehr “funktioniert”.

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Synonyme (ein Auszug)

Synonyme (ein Auszug)

Synonyme für körperlich krank sein:
angegriffen, unpässlich, behindert, nicht gesund, angeschlagen, verletzt

Synonyme für psychisch krank sein:
nicht ganz bei Trost, umnachtet, verrückt, den Schuss nicht gehört haben, ballaballa, einen weichen Keks haben, nicht richtig ticken, hirnrissig, plemplem, meschugge, durchgeknallt, verblödet, irre, einen Sprung in der Schüssel haben, gaga, ne Macke haben

Photo by Annie Spratt on Unsplash
Anekdote

Anekdote

Vor einigen Jahren habe ich für ein Forschungsprojekt klinische Interviews geführt. Im Zuge unseres Interviews berichtete mir jemand, dass man bei ihm eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert hatte. Daraufhin fragte ich, um welche es sich dabei handle. Er antwortete: “Was für ne Persönlichkeitsstörung? Ach, ne ganz normale”.

Bei dem Gedanken daran muss ich heute noch sehr schmunzeln und von Jahr zu Jahr sehe ich auch, dass etwas Wahres darin steckt.

Photo by Syd Wachs on Unsplash
Schizophrenie ≠ Schizophrenie

Schizophrenie ≠ Schizophrenie

Die Überschrift stimmt auf mehreren Ebenen. Schizophrenie ist eine schwerwiegende Erkrankung mit einem vielfältigen Erscheinungsbild. Wirklich vielfältig. Es kann sein, dass Patienten etwas hören, sehen, fühlen, riechen oder schmecken, was sonst keiner hört, sieht, fühlt, riecht oder schmeckt. Oft sind ihre Affekte verflacht, die Gedanken zerfahren und sie haben Sorge, verfolgt zu werden. Manche nehmen starre Körperhaltungen ein oder zeigen eine übermäßige motorische Aktivität.

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